MEDIAANALYSE BESTÄTIGT

Der Inhalt der Zeitschrift – nicht der Leseort – ist entscheidend für die Werbemittelkontaktchance

Das hohe Ansehen der A+E Auflage (Abonnement- und Einzelverkaufsstücke) in der Mediaplanung hat in der Vergangenheit zu geringerer Einschätzung der Lesezirkel-Auflage geführt. Inzwischen ist durch Forschung der Media-Analyse für jedermann erkennbar, wie es sich mit den Lesemengen von Zeitschriften mit unterschiedlicher Auflagenstruktur verhält: Zeitschriften mit Lesezirkel-Anteilen haben die gleiche Lesemenge wie Zeitschriften ohne Lesezirkel-Auflage.

Den Lesern von Zeitschriften ist der Inhalt wichtig, nicht die Bezugsart. Dies ist nachvollziehbar, denn auch hinter jedem Abo- bzw. Einzelverkaufsexemplar steht im allgemeinen nur ein Hauptleser, der sich das Heft besorgt, alle anderen Leser sind Mitleser. Insofern besteht bereits auf dieser Stufe der Unterschied zwischen einem Lesezirkel-Bezieher oder A+E-Bezieher.

Die Mitleser bilden, wie die Leser-pro-Exemplar-Wert zeigen, die Mehrheit in der Leserschaft. Sie sind am Themenangebot der Zeitschrift interessiert und nicht an der Vertriebssparte. Die LpS-Werte (Leser pro Seite) sind für Zeitschriften mit und ohne Lesezirkel-Auflage gleich.

Für Mediaplaner wird durch die Ergebnisse die Planungsentscheidung erleichtert, sie können ihr Augenmerk auf andere Aspekte des Kommunikationsprozesses richten, die zur Wirkungsentfaltung von Anzeigen einen Beitrag leisten können.

Nicht A+E / LZ ist ein Thema, sondern neben der Zielgruppen-Eignung, ist es das Leseinteresse und Themeninteresse der Leser zum Zeitpunkt der Nutzung.

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